soziotrends.ch > Kommunikationsforschung > Antibiotikaresistenz
seperator seperator seperator seperator seperator seperator seperator seperator

Zunehmende Falscheinnahme von Antibiotika trotz verstärkt wahrgenommener Resistenzproblematik

Schlussbericht zur Evaluation der Kommunikation zur Antibiotika-Resistenz

Lukas Golder, Monia Aebersold, Silvia Ratelband, Stephan Tschöpe

Das Projekt "Kommunikation Antibiotika-Resistenz" lässt differenzierte Aussagen zur Entwicklung der öffentlichen Meinung über die Antibiotika-Resistenz zwischen 2003 und 2007 zu. Beide Studien wurden von Schweizerischen Nationalfonds veröffentlicht.

Während 2003 noch eine starke Emotionalität und ein hohes Informationsbedürfnis gegenüber der Antibiotika-Resistenz festgestellt wurden, hat sich diese Emotionalität bis 2007 klar verringert.
Trotz inzwischen leicht gestiegenem Wissen um Probleme der Resistenzen, ist die Falscheinnahme von Antibiotika gestiegen. Die Entwicklung der öffentlichen Meinung steht deshalb in einem kritischen Verhältnis gegenüber der Verhaltensentwicklung: Die Verknüpfung mit Wissen und einer Sensibilisierung ist wenig ausgeprägt. Eine staatliche Sensibilisierungskampagne würde von 75% der Wohnbevölkerung und auch von den Verantwortlichen des Nationalen Forschungsprogrammes 49 begrüsst.

  • Grundgesamtheit: Wohnbevölkerung der ganzen Schweiz ab 18 Jahren, dreisprachig.
  • Erhebungsmethode: CATI ( Computerunterstützte Telefoninterviews).
  • Befragungszeitraum: 16.4.2007 ? 30.4.2007.
  • Stichprobengrösse: 1226, systematische Zufallsauswahl mit Kontrollquoten. Italienisch- und Französischsprachige Schweiz überrepräsentiert.
  • Statistischer Stichprobenfehler (bei einer Verteilung von 50/50): + / - 2.9 %.
  • Ausschöpfungsquote: 33% der erreichten Zielpersonen innerhalb der Kontrollquoten.
  • Durchschnittliche Befragungsdauer: 13 Minuten
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, Zitierweise
"gfs.bern, Kommunikation Antibiotikaresistenz, August 2".